Jetzt können Sie Lauch und anderes Wintergemüse einlagern. Keller mit Naturboden würden sich am besten eignen, aber die wenigsten von uns werden wohl noch Zugang zu einem solchen haben… zum Glück gibt es Alternativen!
In einem Keller mit niedrigen, jedoch frostfreien Temperaturen (5 bis 10 °C), reicht das Eingraben der Wurzeln in eine feuchte Sandkiste. Dabei werden die Stängel nah beieinanderstehend aufgereiht und ihre Wurzeln mit etwas Sand oder alternativ mit leicht feuchter Erde bedeckt. Das «stehende Einlagern» kommt dem natürlichen Wachstum nahe und verhindert, dass sich liegender Lauch während der Lagerung wieder aufrichten will – das ginge mit einem kräftezehrenden Nährstoffverlust einher. Das Einschlagen funktioniert auch mit anderem Lagergemüse wie Karotten, Randen, Sellerie oder Herbstsalaten wie Zichorie oder Zuckerhut. Wem kein solcher Keller zur Verfügung steht: Eine Styroporkiste oder einen Eimer an der geschützten Hauswand oder auf dem Balkon aufstellen und mit etwas Sand füllen. Auch hier das Gemüse einschichten, die Wurzeln mit feuchtem Sand bedecken. Die Kiste mit einem dunklen Tuch abdecken. So bleibt das Gemüse im kühlen, dunklen und leicht feuchten Kleinraum länger frisch. Doch Vorsicht bei Sonneneinstrahlung: Steht die Kiste auf einem Südbalkon, kann es darin schnell zu warm werden und das Gemüse beginnt zu faulen. Besser geschützt und bei ähnlich bleibenden, kühlen Temperaturen aufstellen, so reguliert das Tuch die Belüftung und die Photosynthese bleibt durch die Dunkelheit auf Warteposition. Kontrollieren Sie immer gleich den Lagerbestand, wenn Sie Gemüse entnehmen: Verrottende Pflanzen unbedingt aussortieren, damit keine Krankheitsherde entstehen.